//Biography

mitch_fotoWenn man es genau nimmt, dann kam ich durch den Computer zur Musik. Alles begann an meinem elften Geburtstag. Seit diesem Tag stand ein Commodore 64 in meinem Zimmer auf dem ich – wie wohl jeder damals in dem Alter – ausgiebig spielte. Zu den meisten Spielen gehörte ein Soundtrack, der in der Regel mindestens aus einem Titel bestand und den man unweigerlich beim Zocken wahrnahm. Und so ist es kein Wunder, dass ich regelmäßig unser gesamtes Haus mit den piependen Tönen des C64 SID-Soundchips beschallte.
Im November des gleichen Jahres stieß ich in der Karstadt-Spielwarenabteilung auf ein CASIO-Keyboard, welches mein Interesse weckte und prompt auf meinen Weihnachts-Wunschzettel auf Position Eins wanderte. Mein Vater war der Meinung, dass ich mit einem Keyboard nichts anfangen könnte. Schließlich stand seit Jahren eine Bontempi-Kinderorgel ungenutzt bei uns rum. Außer ein paar Rumgeklimpertönen hatte ich bis dato noch nie etwas aus dem Ding herausgeholt. Irgendwo hatte ich noch ein Notenheft mit Weihnachtsliedern herumliegen und so verbrachte ich die Wochen bis Weihnachten damit ein Lied nach dem anderen auf der Bontempi-Orgel einzuüben. Mit Erfolg! Unterm Christbaum erwartete mich das ersehnte CASIO-Keyboard.

Neben dem Keyboardspielen, versuchte ich auch auf dem C64 Musik zu machen, doch erst im Alter von 14 verschmolzen bei mir die Welten von Computer und Keyboard erfolgreich. Der Commodore 64 wurde von einem Commodore Amiga abgelöst und fast zeitgleich kam ein neues – MIDI-fähiges – Keyboard ins Haus. Ich entdeckte die Welt der Soundtracker und machte meine ersten Gehversuche mit elektronischer Musik. Als ich in das Alter kam, in dem man anfängt Discotheken zu besuchen, kam neben dem Computer und dem Keyboardspielen ein neuer faszinierender Aspekt in meine musikalische Laufbahn. Ich entdeckte, dass man Lieder ineinander mixen kann!

Wir hatten Anfang der 90er Jahre. Dank Techno begann die elektronische Musik gerade ihren Siegeszug um den Erdball und ich war mittendrin!!! Ich begann mit dem DJing und konzentrierte mich gleichzeitig noch auf die Musikproduktion. Von 1996 bis 1998 habe ich dies zusammen mit Mr. Poppy als „Moondivers Music Compositions“ semiprofessionell betrieben. Dabei haben wir zum Großteil im „Tu-Notes Studio“ der BassBumpers (Caba Kroll & Henning Reith) gearbeitet, sowie später in unserem eigenen Studio „Area 51“. Bei der Produktion unserer beiden Releases stand uns neben den BassBumpers auch CJ Stone zur Seite, der damals seine Karriere im Tu-Notes-Studio begann. Es war echt eine klasse Zeit, in der ich nicht nur viele Größen der Szene (z.B. Warp Brothers (aka Damage Control), DJ Quicksilver, DJ Sammy) kennen gelernt habe, sondern auch einige unvergessliche Momente erleben durfte, wenn ich bei den großen Discos der damaligen Zeit auf der Gästeliste stand. Heute komme ich nur noch selten dazu Musik zu produzieren. Doch wenn, dann weiß man vorher nie genau, was dabei raus kommt.

c64djSeit 2005 remixe ich alte Retro-Klassiker. Retro-Musik, das ist die Wiedergeburt alter Computerspiele- und Demomusik in einem zeitgemäßen Gewand. Es gibt eine recht große und aktive Community im Internet und es ist immer sehr interessant sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Neben der Musik bin ich in all den Jahren auch den Computerspielen treu geblieben. So kam ich im Sommer 2009 zum MOD-Team der BlackMonkeys, welche damals begannen eine StarWars-Modifikation für Call of Duty 4: Modern Warfare zu erstellen. Als Sound- und Videomacher wurde ich Teil des Teams, sprach die VoiceOvers für die imperialen Strumtruppen und produzierte den kompletten Soundtrack der MOD „Galactic Warfare“, welche wir im Sommer 2011 in der endgültigen Version 1.0 veröffentlichten.